Theater an Parkaue Berlin

Ort:
Hellerdorf- Nord
Zeitraum:
2024 - 2026

Ausgangspunkt

Das Theater an der Parkaue zählt als Junges Staatstheater zu den größten Kultureinrichtungen für junge Menschen im Ostteil Berlins. Dennoch ist es für viele Kinder und Jugendliche, insbesondere in den Außenbezirken, aufgrund der räumlichen Distanz schwer erreichbar.
Mit einem dezentralen Angebot wollte das Theater neue Zugänge schaffen und seine Präsenz in anderen Stadtteilen Berlins stärken. Ziel war es, künstlerische Teilhabe unabhängig vom Standort zu ermöglichen und langfristige Beziehungen zu jungen Menschen vor Ort aufzubauen.

Ansatz

m Rahmen der Jugendkulturinitiative entstand das partizipative Format „Studio Realtalk“ – ein performatives Nachrichtenstudio, das in enger Zusammenarbeit mit Jugendlichen und in Kooperation mit Einrichtungen der offenen Jugendarbeit entwickelt wurde.
Das Projekt basierte auf regelmäßigen offenen Treffen und zeitlich begrenzten Ferienworkshops. Junge Menschen verhandelten darin Themen, die ihnen selbst wichtig waren, und inszenierten sie mit den künstlerischen Mitteln des Theaters – von Bühnenbild über Performance, Moderation und Rap.

Transformation

Das Projekt führte zu einer engen Zusammenarbeit zwischen offener Jugendarbeit und künstlerischer Vermittlung. Die Impulse des Theaterteams wurden von den Jugendlichen als inspirierend und perspektiverweiternd erlebt – teils mit konkreten Anknüpfungen an berufliche Orientierung, etwa durch Praktika im Theater.
Für das Theater selbst entstanden neue Einsichten in die Möglichkeiten dezentraler Arbeit und Ausbildungspfade. Die enge Kooperation mit lokalen Partner*innen führte zu einer starken, vertrauensvollen Vernetzung im Sozialraum, bei der sich auch Akteur*innen untereinander stärker verbanden. Dadurch gewann das Theater an Sichtbarkeit im Stadtteil und stärkte seine Rolle als sozialräumlich engagierte Kulturinstitution.