Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

Evangelische Kirchengemeinde am Apfelsinenplatz
Jugendzentrum Wutzkyallee
MädchenSportZentrum Wilde Hütte
Nachbarschaftstreff Fritzi
Stadtteilkoordination Gropiusstadt
Stadtvilla Global
Young Arts Gropiusstadt

Ausgangspunkt
Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung befindet sich in einem umfassenden Veränderungsprozess. Parallel zu den Sanierungsarbeiten am Museumsbau nutzt das Haus die temporäre Schließung, um sich zukunftsfähig neu auszurichten – mit dem Ziel, Gestaltung als gesellschaftlich relevante Praxis im Alltag der Stadt sichtbar zu machen. Künftige Arbeitsschwerpunkte bilden die Vernetzung in die Berliner Stadtgesellschaft und insbesondere in die Nachbarschaft rund um die Gropiusstadt. Besonders die Bereiche Bildung, Outreach und Vermittlung sollen gestärkt werden.
Ansatz
Im Rahmen der Jugendkulturinitiative entwickelte das Vermittlungsteam des Bauhaus-Archivs ein Programm, dass aus zehn Teilprojekten bestand. Diese erfüllten unterschiedliche Funktionen: Es gab regelmäßige bedarfsorientierte Workshopformate in Kooperation mit lokalen Träger*innen, welche den Aufbau einer langfristigen Präsenz des Bauhaus-Archivs vor Ort unterstützten. Beispiele hierfür sind Kunst- und Designwerkstätten, die in Anlehnung an die Vorkurse des Bauhaus kreative Experimentierräume boten.
In zeitlich begrenzten Projekten wurden thematische Leitfragen untersucht (zB. Welche Auswirkungen haben die städtebaulichen Konzepte aus den 1960er Jahren auf das Leben der Bewohner*innen heute? Welche Orte sind wichtig für junge Menschen im Quartier?). Dabei wurden die Angebote ebenfalls auf die Wünsche und Bedarfe der Kinder und Jugendlichen abgestimmt und in enger Kooperation mit den Akteur*innen vor Ort (u.a. Jugend- und Sozialträgern, Familienzentren, lokalen Künstler*innen, Schulen) geplant und umgesetzt. Ein prägendes Praxisbeispiel war die gemeinsame Entwicklung der „Bauwoche“. Durch eine Beteiligungsumfrage der Stadtteilkoordination wurde der Wunsch der Jugendlichen nach einem Jugendort in der Gropiusstadt sichtbar. Das Bauhaus-Archiv unterstützte dies und bot handwerkliche Workshops an, bei denen die Jugendlichen selbst Möbel aus Stahl und Beton herstellen konnten. Ein Teilnehmer meldete zurück, dass das Projekt für ihn „wie eine Fortbildung“ war, da er viele neue Fertigkeiten, wie etwa das Biegen von Stahl, erlernen konnte.
Einen ebenso wichtigen Teil des Programms bildeten Inreach-Formate, welche auch das Bauhaus-Archiv als Institution in die Gropiusstadt einluden und organisationsintern die Wertschätzung und Unterstützung für Outreach-Arbeit stärkte.
Transformation
Durch die kontinuierliche Präsenz und die kooperative Arbeitsweise mit bestehenden Initiativen in der Gropiusstadt wird das Bauhaus-Archiv dort heute als aktive Partnerin und kulturelle Akteurin wahrgenommen. Lokale Partner*innen äußern den Wunsch, die Zusammenarbeit fortzuführen und neue gemeinsame Projekte zu entwickeln. Für die Menschen vor Ort entstehen dadurch verlässliche Anknüpfungspunkte und mehr Möglichkeiten, sich mit eigenen Perspektiven und Themen in kulturelle Prozesse einzubringen.
Auch innerhalb der Institution hat die sozialräumliche Arbeit neue Impulse gesetzt: Die Outreach-Arbeit wird zunehmend als eigenständiges und relevantes Arbeitsfeld anerkannt, und regelmäßige Treffen des Teams in der Gropiusstadt haben die institutionelle Perspektive auf Vermittlung, Teilhabe und Stadtgesellschaft erweitert. So stärkt das Programm die Voraussetzungen dafür, das Museum langfristig als zugängliche und kooperationsorientierte Institution im Dialog mit unterschiedlichen Stadtgesellschaften zu verankern.
.jpg)
.jpg)



.jpg)

.jpg)
